Seefrachtcontainer

Container einfach erklärt

In etwa 80% des weltweiten Frachtaufkommens werden auf See über Containerschiffe abgewickelt. Es ist daher keine Überraschung, dass es verschiedene Arten von Seecontainern gibt, um eine so große Menge an Waren unterzubringen. Sollte in Ihrem Unternehmen die erste Beförderung in einem Seecontainer bevorstehen, könnte es sein, dass Sie jetzt herausfinden müssen, welchen Container Sie für Ihre Fracht brauchen. Aus diesem Grund haben wir Ihnen einen kurzen Leitfaden zusammengestellt, der Ihnen hilft, sich schnell und einfach fundiertes Wissen über Seecontainer anzueignen.

Sie wollen Produkte um die ganze Welt verschicken? Wir haben für Sie die häufigsten Fragen zum internationalen Versand von Fracht in Seecontainern zusammengestellt.

Welche Art von Container kann ich für den Versand meiner Ware verwenden?

Es gibt viele verschiedene Arten von Containern für den Versand Ihrer Ladung. Verschiedene Arten von Ladung haben unterschiedliche Bedürfnisse und benötigen damit auch unterschiedliche Container.

  • Standard Container: gerne auch „Dry Container” genannt, da es hier keinerlei Regelung der Temperatur gibt. Diese sind die Standard-Container für Ladung wie Kleidung, Autoteile & Co. 90% der auf dem Seeweg verschifften Waren werden in diesen Containern verladen. Damit handelt es sich hierbei um die weltweit am häufigsten verwendeten Containertypen. Es gibt sie in verschiedenen Größen und Varienten:
    • 20-Fuß-Container: Diese Art von Container ist neben dem 40-Fuß-Container einer der am häufigsten verwendeten Container für den Versand von Waren in der Seefracht. Er ist dafür ausgelegt, eher schwerere als voluminöse Ladung zu befördern, wie z.B. Metall, Maschinen, Coils, Mineralien, etc.
    • 40-Fuß-Container: Diese Art von Container ist bei weitem der am häufigst genutzte Containertyp und wird als solcher für die meisten Arten von normaler Ladung verwendet. Er ist eher für voluminöse Ladung ausgelegt, wie z.B. Möbel, Stahlrohre, Papierabfälle oder auch Kleidung und Textilien.
    • 40-Fuß-HighCube-Container: Diese Art von Container ist für noch weniger schwere Ladung ausgelegt und höher, damit mehr Ladung hineinpasst. Aufgrund von Gewichtsbeschränkungen sollten Sie davon absehen diese Container mit sehr schwerer Ladung zu füllen.
  • Kühlcontainer: Dies sind Behälter, die in der Lage sind, die Temperatur zu kontrollieren. Sie sind perfekt für den Transport von verderblichen Waren wie Blumen oder Lebensmitteln, die über lange Strecken kühl gehalten werden müssen
  • Speziell dimensionierte Container (“Special Equipment”): Dies sind unterschiedliche Varianten/Ausprägungen der eben genannten Standard-Container:
    • Open-Top-Container: Geeignet für Ladung mit Überhöhe, die nicht durch die Tür geladen werden kann
    • Flat-Rack: Ideal für den Versand von Gütern mit Übergröße, wie z.B. schweren Maschinen, Yachten und Baumaterialien
    • Platform: Wird für Ladung mit ungeraden Abmessungen verwendet, die nicht auf oder in einen anderen Containertyp passt, z.B. weil sie auf allen 4 Seiten hervorsteht.
    • Tankcontainer: Besteht aus stabilem Stahl oder anderen korrosionsbeständigen Materialien für den Transport und den langlebigen Schutz von flüssigen Gütern.

Mit Twill können Sie Ihre „Trockenfracht“ in 20-40- & 45-Fuß-Containern buchen. Für sofortige Preise und Fahrpläne, melden Sie sich jetzt auf unserer Plattform an.

Wenn Sie temperaturkontrollierte Ladung, gefährliche Güter oder LCL (less-than-container-load) und Verladungen außerhalb der Basisabmessungen für Container buchen möchten, wenden Sie sich bitte an die Experten von Maersk.

Für einige Arten von Fracht benötigen Sie möglicherweise zusätzliche Dokumente. Sind Sie sich unsicher, welche Dokumentation beim ersten Versand benötigt wird? Wir haben die wichtigsten Versanddokumente für Ihre Sendungen in unserem Blog zusammengestellt.

Wie groß sind Seecontainer?

Wir haben für Sie die wichtigsten Zahlen der am häufigsten verwendeten Container-Typen zusammengefasst – in Form der Innenmaße:

  • 20-Fuß-Container:
    • Länge: 19.4 Fuß (5.9 m)
    • Breite: 7 Fuß (2.35 m)
    • Höhe: 9 Fuß (2.39 m)
  • 40-Fuß-Container:
    • Länge: 39.5 Fuß (12.03 m)
    • Breite: 7 Fuß (2.35 m)
    • Höhe: 9 Fuß (2.39 m)
  • 40-High-Cube:
    • Länge: 39.5 Fuß (12.03 m)
    • Breite: 7.7 Fuß (2.35 m)
    • Höhe: 9.6 Fuß (2.7 m)

Wie viel Fracht passt in einen Container ?

Ein 20-Fuß-Container hat ein Gesamtfassungsvermögen von 33 Kubikmetern (cbm). Damit Sie einen Vergleich haben, das entspricht in etwa 50-60 Kühlschränken, 100 Waschmaschinen, 200 vollwertigen Matratzen oder 48.000 Bananen.

Grundsätzlich gilt: wenn das Gesamtvolumen Ihrer Ladung weniger als 15cbm beträgt, ist es in den meisten Fällen wirtschaftlicher das LCL-Produkt zu wählen. Alles darüber hinaus sollten Sie in einen eigenen Container verladen, auch bekannt als FCL (Full Container Load). Handelsüblich wird mit einem Stauverlust mit 28 bis 30 cbm gerechnet.

Holen Sie das Beste aus Ihrem Container heraus

Die Containerauslastung ist ein weiterer wichtiger Faktor. Große Unternehmen haben ihre eigenen Tools, um sicherzustellen, dass sie das Beste aus ihren Containern herausholen, einschließlich Tools zur Vorhersage von Bestand, Nachfrage etc.

Für kleinere Unternehmen, die per Seecontainer importieren und exportieren, ist es wichtig eine gute Beziehung zum Lieferanten zu haben.Erfahrene Lieferanten wissen genau, wie viele Güter Sie von ihm beziehen müssen, um eine optimale Auslastung des vorhandenen Raums im Container gewährleisten zu können.

Wenn Sie Versender (Exporteur) sind, obliegt es natürlich Ihrer Verantwortung den Container bestmöglichst zu stauen. Bedenken Sie, dass nicht jede Verpackung für einen Transport über See geeignet ist. Das hängt auch von der Beschaffenheit Ihrer Ware ab. Prüfen Sie in diesem Kontext, ob Ihre Ware “stoßfest”, “wasserundurchlässig”, “stapelbar” oder auch “temperaturanfälligkeit” ist. Zudem sollten Sie für eine optimale Raumauslastung auf überdimensionierte Verpackungen verzichten. Wichtig: beachten Sie unbedingt die Innenmaße des Seecontainers, denn Sie müssen gewährleisten können, dass die Fracht durch die Türöffnung auch in den Container passt.

Was kostet es einen Container zu verschiffen?

Viele verschiedene Faktoren bestimmen die Kosten für den Versand von Fracht mit einem Container. Hier die wichtigsten:

  1. Ihre Versandroute: Ein Container, der auf einer häufig genutzten Route verschickt wird, z.B. von Shanghai nach Bremerhaven oder Berlin nach Shanghai, wird weniger kosten als einer, der auf einer weniger häufig genutzten Route verschickt wird.
  2. Die Größe des Containers: Es wird in der Regel teurer sein einen größeren Container zu verschicken als einen kleineren. Darüber hinaus wird der Preis auch davon beeinflusst, was genau Sie versenden.
  3. Angebot und Nachfrage: Die globale Schifffahrtsindustrie wird von der internationalen Wirtschaft beeinflusst. Das bedeutet, dass zum Beispiel in Hochsaisonen wie vor der Urlaubssaison oder dem chinesischen Neujahrsfest die Preise steigen.

Für weitere Informationen zu den Kosten für die Verschiffung eines Containers, melden Sie sich gerne auf unserer Twill Plattform an und prüfen Sie die Preise von oder zu bestimmten Häfen. Sie können auch die voraussichtlichen Transitzeiten und weitere Preisdetails für zusätzliche Dienstleistungen prüfen. Die Anmeldung ist völlig kostenlos und bedeutet noch keine Verpflichtung zur Buchung und Verschiffung.

Erfahren Sie mehr über den Versand mit Twill

Sind Sie neugierig und möchten weitere wichtige Informationen, um mit dem internationalen Versand Ihrer Fracht zu beginnen? Wir bei Twill sind für Sie da und versorgen Sie mit den wichtigsten Informationen. Sehen Sie sich unsere FAQ zu Logistikbegriffen an und lesen Sie unsere neuesten Artikel in unserem Blog, um einen Einblick in das Geschehen in der Branche zu erhalten.

 

Dieser Artikel wurde im Laufe der Zeit aufgefrischt, um umfassendere Informationen zu erhalten.